Der TT RS Iconic Edition: Fahren, Sammeln oder Spekulieren

Wer vom Audi TT RS „Iconic Edition“ eine Leistungssteigerung erwartet hat, wird enttäuscht. Die Steigerung findet nur beim Preis statt. 113.050 Euro – werden fällig, für einen der auf 100 Stück limitierten Abschieds TT.

Sportlicher Auftritt – das Design beeindruckt auch von hinten Foto: https://automotive-opinion.com

Wegen  der verschärften Abgasnormen und der Klimakrise bedeutet es für die Autohersteller, dass man, will man nicht in das Visier der Klimaschutzgemeinde geraten,  selbst für die Taschenrakete TT nicht mit Leistung protzen, geschweige denn werben sollte. Helfen können da nur die Werbe und Marketingstrategen. Der Rettungsanker ist die limitierte Sonderedition. Knappheit schafft Begehrlichkeit. Wie bei allen Sondereditionen entstehen mit  kosmetischen Änderungen und ein paar zusätzlichen Luxusdetails  aus den identischen Standardautos begehrliche Sondereditionen

Genau wie im Herbst 1995, als die TT-Studie die Besucher der Frankfurter IAA begeisterte, wird er  auch heute noch als großartiges Designerstück mit Bauhaus-Ästhetik wahrgenommen und gefeiert. Zu Recht!!

Bauhaus will den  Unterschied zwischen Kunst und Handwerk aufheben bzw. vereinigen. Schön ist, was funktioniert. Indem Bauhaus die Grenzen zwischen Handwerk, Technik, Kunst und Industrie öffnet, hat es die Kunst um der Kunst willen überwunden. Maßgebend für das Bauhaus-Design ist die Effizienz und Nützlichkeit eines Produktes. Ästhetik und künstlerischer Ausdruck sollen ausschließlich von der Funktion des Produktes geprägt sein.

Für die TT RS Iconic Edition hat Audi den klassischen TT RS als Basis genommen und ihm vor allem einen aggressiveren Look verpasst. Zum Bodykit gehören eine aggressive Frontschürze und neu gestaltete Luftführungen. Seitlich gibt es eine neue Verlängerung des Seitenschwellers, hinten finden sich zusätzliche Aerodynamik-Elemente im speziellen RS-Diffusor. Zu guter Letzt ist noch der Heckflügel aus Kohlefaser zu nennen.

Effekthascherei und aggresiver Look sind für Bauhaus jedoch  untypisch.

Autos die entgegen ihres Zweckes und Funktion aufgemotzt sind, so dass sie ihren eigentlichen alltäglichen Zweck „verschleiern“ werden von den Vertretern des Bauhauses als „verlogen“ befunden. Für sie sind sie lediglich Maskerade und Schein. Der Mensch soll von Gebrauchsgegenständen, einer ehrlichen Kunst und Harmonie umgeben sein. Diese neue Art von industriell hergestellter Gebrauchsgegenständen sollen für „gewöhnliche“ Menschen die Möglichkeit bieten, daran teilzuhaben.

Der TT RS Iconic Edition kostet 113.050 Euro und damit 41.000 Euro mehr als ein TT RS ohne Extras. Wieso Audi glaubt, einen so hohen Preis verlangen zu können, ist für mich nicht nachvollziehbar, sagt Horst Roosen, Vorstand des UTR |Umwelt|Technik|Recht| e.V. und Initiator des VCD Verbrenner Club Deutschland im UTR e.V.

Die einzige verfügbare Farbe  für die TT RS Iconic Edition ist Nardo Grey.

Und Grau wird auch die Zukunft für diese verkauften TT Exemplare sein, die in den Garagen von reichen Sammlern und gierigen Spekulanten eingemottet verschwinden werden.

Wir hätten uns von AUDI gewünscht, dass nicht nur bei der Optik des „Abschieds-TT“ der Design Bauhaus-Ästhetik Rechnung getragen wird, sondern auch dem typischen Bauhaus Anliegen auf Maskeraden und Schein zu verzichten um gerade auch  „gewöhnlichen“ Menschen die Möglichkeit zu bieten, an dem einmaligen und faszinierenden Erlebnis TT teilzuhaben.  Schade, dass Audi darauf verzichtet hat befindet Roosen.

Der Motorjournalist Peter Groschupf schreibt auf seiner Internetseite https://automotive-opinion.com 

Mit freundlicher Empfehlung des Autors Peter Groschupf können Sie seinen Bericht hier bei uns lesen.

Audi TT RS Iconic Edition: Au revoir, kleine Sportskanone.

von: Peter Groschupf 30. November 2022

Die Baureihe, die wie keine andere für eine goldene Ära bei Audi stand, nimmt ihren langsamen Abschied: Der TT läuft aus. Mit der Sonderserie iconic edition lancieren die Ingolstädter jetzt noch einmal eine einzigartige Hommage an die Geschichte.

Von Jens Meiners/cen

Es war im Herbst 1995, als die TT-Studie die Besucher der Frankfurter IAA begeisterte. Die geometrische, puristisch reduzierte Form, wie aus einem Block gefräst, verwies nicht nur auf Bauhaus-Ästhetik, sondern auch auf die Formensprache der Silberpfeile der 30er-Jahre. Nur drei Jahre später kam das Serienmodell auf den Markt, sehr nah an der Form der Studie und noch immer mit der Ausstrahlung eines echten Designerstücks. Spitzenmodelle waren der limitierte Quattro Sport mit Vierzylinder-Motor und der 3,2-Liter-VR6, den es auch mit dem damals höchst innovativen Doppelkupplungs-Getriebe gab.

Ferdinand Piëch ließ das Design nacharbeiten

Die zweite TT-Generation von 2006 fiel etwas weniger puristisch aus, doch sie brachte 2009 den Fünfzylinder zurück, der das Audi-Image in den 80er-Jahren geprägt hatte. Im Gegensatz zu der damals verwendeten Maschine handelte es sich allerdings um eine Ableitung des „Eisernen Gustav“ EA113, dessen Leistung sich hier im Vergleich zur freisaugenden Variante mehr als verdoppelte. Der dritte, aktuelle und letzte TT markierte bei seinem Debüt eine Rückkehr zu den Wurzeln; niemand geringerer als Ferdinand Piëch ließ damals nach einer internen Präsentation die Designer noch einmal nacharbeiten, um den ikonischen Charakter der Baureihe schärfer herauszuarbeiten.

Ein Cockpit wie aus dem Designer-Lehrbuch Fotos: Audi AG

Neben Coupé und Roadster arbeitete Audi übrigens auch an viertürigen Varianten. Für die jetzt präsentierte iconic edition, die in genau 100 Einheiten gebaut wird, entschied sich Audi Sport, nicht allzu tief in die Historie hinabzusteigen – denn dann hätte man das Thema „Aluminium“ gespielt. Die iconic edition setzt statt dessen auf schwarze Applikationen und Designelemente aus Kohlefaser-Verbundstoff, die sich am aktuellen Geschmack sportlich orientierter Kunden beziehen.

Die in die Belüftungsdüsen integrierte Klimasteuerung ist genial

Der TT RS Iconic Edition liegt tief auf der Straße, die Formensprache ist aggressiver denn je, die 255er-Reifen der Serie 30 sind auf 20-Zoll-Felgen aufgezogen. Flics, Splitter und Heckflügel sorgen für Anpressdruck, die optionalen OLED-Rückleuchten für futuristischen Appeal. Das Design der dritten TT-Serie wirkt noch immer frisch. Das gilt auch für das Cockpit, das sich seit dem Debüt des TT kaum verändert hat und noch immer als Vorbild reduzierten Designs und totaler Fahrerorientierung präsentiert. Der TT verdichtet das damals durchgängig verwendete MMI total und verzichtet auf einen Zentralbildschirm; in diesem Auto ist es nicht erwünscht, dass sich der Beifahrer an den Systemen vergreift. Und die Integration der Klimasteuerung in die Belüftungsdüsen ist nach wie vor genial.

Feinarbeiten an Details signalisieren Rennsport-Attribute Foto: https://automotive-opinion.com

Der 2,5-Liter-Reihen-Fünfzylinder, längst aus Aluminium, startet mit einem heiseren Bellen. Trotz des mittlerweile unvermeidlichen Partikelfilters klingt die Maschine sportlich-aggressiv, sowohl von innen als auch außen. Die Siebengang-Doppelkupplungs-Automatik funktioniert perfekt und liefert je nach Fahrmodus und Gaspedalstellung sauber verschliffene oder deutlich spürbare Schaltmanöver. Eine Handschaltung gibt es in dieser Leistungsstufe beim TT schon lange nicht mehr, was wir schade finden. Obwohl der Fünfzylinder von nur einem Turbolader zwangsbeatmet wird, ist ein „Turbo-Loch“ kaum vorhanden. Der Motor spricht spontan an, die absoluten Fahrleistungen können sich ohnehin sehen lassen: Von 0 auf 100 km/h in 3,7 Sekunden, Spitze 280 km/h. Mit seinem tiefen Schwerpunkt, seiner Performance-Bereifung und einem Gewicht von nur 1550 Kilogramm lotet die Iconic Edition die Außenbezirke der MQB-Plattform aus.

Der TT RS Iconic Edition ist ein potentielles Sammlerstück

Der Abschied vom TT fällt seinen Fans schwer Foto:https://automotive-opinion.com

Auf schnellen Landstraßen begeistert er nach wie vor mit absoluter Präzision, perfekt gewichteter Lenkung – und dem nach wie vor überzeugenden Magnetic-Ride-Fahrwerk, das eine gewisse Bandbreite des Fahrzeugcharakters zulässt. Obwohl der TT RS seit immerhin sechs Jahren gebaut wird, ist er nach wie vor extrem konkurrenzfähig. Seine dynamischen Qualitäten können sich an Porsche 718, Toyota Supra und BMW M240i messen, und er deklassiert den neuen, in Europa nicht angebotenen Nissan Z. Wegen des bevorstehenden Auslaufens des Baureihe hat Audi allerdings darauf verzichtet, die jüngsten Optimierungen zu applizieren, in deren Genuss der RS 3 gekommen ist – darunter eine nochmals höhere Motorleistung, eine höhere Abregelschwelle und ein Drift-Programm. Der TT RS Iconic Edition ist nicht nur ein herausragender Sportwagen, er ist auch ein potentielles Sammlerstück. Das manifestiert sich nicht nur in den eingangs erwähnten Karosserie-Anbauteilen, sondern auch in einer edlen Innenausstattung, bei der die Ingolstädter auf echtes Alcantara zurückgreifen.

Die Plaketten für die 100 Exemplare sind übrigens durchnummeriert. Der Preis: stolze 113.050 Euro – genau 41.000 Euro mehr als ein TT RS ohne Extras.

Daten Audi TT RS Iconic Edition Länge x Breite x Höhe (m): 4,20 x 1,83 x 1,34Radstand (m): 2,51Antrieb: R5-Benziner, 2480 ccm, Allradantrieb, 7-Gang-Doppelkupplungs-AutomatikLeistung: 294 kW / 400 PS bei 5850-7000 U/minMax. Drehmoment: 480 Nm bei 2250-5850 U/minHöchstgeschwindigkeit: 280 km/h (abgeregelt)Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 3,7 Sek.WLTP-Durchschnittsverbrauch: 8,9 LiterCO2-Emissionen: 201 g/kmLeergewicht / Zuladung: min. 1550 kg / max. 325 kgKofferraumvolumen: 305-712 LiterBasispreis: 113 050 Euro

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