Sind Autokäufer tatsächlich Feuer und Flamme für das Elektro-Auto?

Neben der brennenden Frage ob Elektroautos tatsächlich besser als Diesel- oder Benzinfahrzeuge für unsere Umwelt sind, stellt sich aber auch die Frage nach der Sicherheit.

Es wird zwar behauptet, dass E-Autos nicht gefährlicher als Benziner oder Diesel sind, aber wenn ein E-Auto in Brand gerät, dann ist diese These wahrscheinlich nicht mehr haltbar.  Feuerwehrleute sagen, dass man ein E-Auto, wenn der Akku in Brand gerät,  eigentlich nicht mehr löschen kann. Es muss kontrolliert abbrennen und das kann zwei bis drei Tage dauern. Erst danach kann man davon ausgehen, dass in keiner Akkuzelle noch ein Brand schwelt.

Für Ersthelfer sind Batteriebrände eine riesige Herausforderung, Aus brennenden Akkus strömen heiße, giftige und ätzende Gase. Das kann in einem Tunnel oder einem Parkhaus, aber auch der eigenen Garage zum Problem werden. In einigen Parkhäusern dürfen E-Autos schon nicht mehr geparkt werden.

„Für die Insassen eines in einen schweren Unfall verwickelten E-Autos bleibt zu hoffen, dass die Ersthelfer mit dem Thema E-Auto in Schulungen bereits vertraut gemacht wurden, sagt Horst Roosen, Vorstand des UTR |Umwelt|Technik|Recht| e.V.

Mit Sorge muss beobachtet werden, dass in zunehmendem Maße grüne Umweltpolitik auch auf Kosten der Sicherheit geht, bedauert Roosen.

Lesen Sie zum Thema hier den Beitrag von Holger Douglas

»Felicity Ace« brennt im Atlantik: Das brennende Auto-Transportschiff: die Risiken eines Schiffstyps – und seiner Ladung

Das seit Tagen auf dem Atlantik brennende Schiff „Felicity Ace“ hatte auch viele E-Autos geladen. Ob sie mit dem Ausbruch des Feuers in Beziehung stehen, ist noch unklar.

Gespenstische Bilder auf dem Atlantik: Aus einem gigantischen, unförmigen Gebilde aus Stahl dringen dichte Qualmwolken und werden übers Meer getrieben. Aus dem Bugbereich lodern Flammen, die Seitenwände sind teilweise geschmolzen und schwarz verrußt. Der Autotransporter »Felicity Ace« war südlich der Azoren in Brand geraten. Die Besatzung beschloss den Rückzug, als sie erkannte, dass nichts mehr zu retten war. Die 22 Seeleute hatten sehr viel Glück und wurden mit dem Hubschrauber vom Schiff gerettet und sind in einem Hotel auf den Azoren in Sicherheit. Ein Boot der portugiesischen Marine befand sich in der Nähe.

Auf der Felicity Ace waren auch Elektro-Autos.

Die erhöhen womöglich auch auf Transportschiffen, wo Autos extrem dicht aneinander stehen, die Brandgefahren. So wirft dieser Großbrand auf dem 200 Meter langen Giganten wieder einen Blick auf die Gefährlichkeit der Elektroantriebe mit ihren kritischen Batterien. Sehr hohe Energiemengen sollen in den Lithium-Ionen-Akkus auf sehr engem Raum gespeichert werden. Ob der Brand von den Akkus ausging oder das Feuer auf sie übergriff, ist zurzeit nicht klar.

»Das komplette Schiff brennt von einem Ende zum anderen«, so der Hafenkapitän von Horta auf der Insel Faial, João Mendes Cabeça. »Die Strategie besteht darin, alles, was verzehrbar ist, verzehren zu lassen, bis das Feuer erloschen oder zu einem Restbrand geworden ist.«

Die »Felicity Ace« war in Emden mit 3965 fabrikneuen Autos an Bord mit Ziel USA gestartet. Darunter 189 teure Bentley-Modelle, für die 200.000 aufwärts auf den Tisch zu legen sind. Auch einige Lamborghinis befinden sich an Bord, ab 220.000 Euro das Stück. Schockierte Käufer befürchten für ihre horrend teuren Sonderanfertigungen den kompletten Verlust. In den Parkdecks der »Felicity Ace« waren auch viele Elektroautos wie der VW ID.4 abgestellt. Das Feuer breitete sich vom Mittschiff zum Bug aus.

Das Erstaunliche: Dies ist nicht das erste Mal, dass Volkswagen Autos auf See verliert. Als 2019 die »Grande America« im Ärmelkanal Feuer fing und sank, gingen mehr als 2.000 Luxusautos der Marken Porsche und Audi unter.

Die besonders klobige Form der Autotransportschiffe ist von Vorteil, weil die größten dieser schwimmenden Parkhäuser so bis zu 8500 Autos transportieren können und somit gleichzeitig den Energieverbrauch pro transportiertem Auto deutlich senken können. Die Foren ist aber auch ihr größter Nachteil, weil sie aufgrund ihrer hohen Seitenwände extrem windanfällig sind.

Die Balance bei diesen wackligen Kästen mit den hohen Schwerpunkten zu halten, ist nicht minder problematisch für die Besatzung. Am 23. Juli 2006 verlor der Autotransporter »MV Cougar Ace« während eines Ballastwasserwechsels südlich der Aleuten seine Stabilität. Das Schiff kippte um 60 Grad nach Backbord.

Das unter der Flagge Singapurs fahrende Schiff der Mitsui OSK Lines war mit einer Ladung von 4.800 Fahrzeugen auf dem Weg von Japan nach Vancouver, Kanada. 4.700 davon waren Mazda-Pkw, der Rest der Ladung bestand aus über 100 Isuzu-Lkw. Das Schiff wurde geborgen und nach Dutch Harbor, Alaska, geschleppt. Aber die Ladung im Werte von 117 Millionen Dollar war schrottreif.

Die Liste der Unglücke mit jenen unförmigen Schiffen ist lang.

Am 14. Dezember 2002 sank im Ärmelkanal der unter norwegischer Flagge fahrende »MV Tricolor«, nachdem er mit einem Containerschiff kollidierte. 3000 BMW, Volvos und Saab waren an Bord. Die 24 Seeleute wurden gerettet.

Ein weiterer Autotransporter, der nach einer Kollision gesunken ist, war die »MV Baltic Ace« kollidierte am 5. Dezember 2012 in der Nordsee mit dem Containerschiff Corvus J. An Bord: 1.400 Mitsubishi-Fahrzeuge für den russischen Markt auf dem Weg von Zeebrügge, Belgien, nach Kotka, Finnland.

Die Kollision ereignete sich 25 Seemeilen vor der niederländischen Küste. 15 Minuten nach der Kollision sank das Schiff in seichtem Wasser. Die Wetterbedingungen erschwerten die Suche nach Überlebenden. Von den 24 Seeleuten, die zur Besatzung der Baltic Ace gehörten, konnten 13 gerettet werden.

Das Wrack der Baltic Ace lag in nur 35 m Tiefe auf dem Meeresgrund und stellte eine Gefahr für andere vorbeifahrende Schiffe dar. 2014 kümmerte sich das niederländische Unternehmen Royal Boskalis um das Wrack. Mit der gleichen Technik wie im Fall der MV Tricolor wurde das Wrack in acht Teile zerlegt und zur Verschrottung in einen niederländischen Hafen transportiert.

Am 3. Januar 2015 bekam der 180 Meter lange Autotransporters »Hoegh Osaka« auf der Fahrt zwischen Southampton und Bremerhaven nach einer Grundberührung Schlagseite. Ruder und Schiffsschraube ragten aus dem Wasser. Geladen hatte das Schiff Busse, Baumaschinen, Range Rover, Rolls-Royce und anderen PKW, insgesamt 1.400 Fahrzeuge. Das Schiff wurde gerettet und nach Southampton zurückgeschleppt. Dort gelang es Spezialisten, die Schlagseite auf 5 Grad zu vermindern und die Ladung zu entladen. Das in Japan gebaute Schiff gehört Hoegh Autoliners, einem norwegischen Unternehmen, das sich auf den Transport von Autos spezialisiert hat.

Die Folgen der Unglücke dieser Riesenkästen nehmen mit der Größe zu. Die größten Autotransporter verfügen über Ladeflächen so groß wie drei, vier Fußballfelder, transportieren in ihrem Inneren auf bis zu 14 Decks bis zu 8500 Autos – mehr als in Parkgaragen passen. Auf der Autobahn würden diese Autos hintereinandergereiht einen ordentlichen 40 km langen Stau ergeben.

Im Falle der Felicity Ace hatte die Besatzung offenbar kaum Chancen, die Brände zu löschen. Brennende Lithium-Ionen-Akkus sind praktisch nicht zu löschen, wenn sie einmal in »Brand« geraten sind – wobei »brennen« das falsche Wort ist. Denn es ist keine Reaktion mit Sauerstoff aus der Luft, keine Oxidation, die mit Sauerstoffentzug durch Löschwasser oder massiven CO2-Einsatz zum Beispiel recht schnell zu beenden wäre. Sondern es sind Kurzschlüsse, die sich wie bei einer Kettenreaktion durch die Zellen des Akkus fortsetzen. Eine Zelle erhitzt sich so stark, dass die benachbarte Zelle ebenfalls »durchgeht«. Kammern sollen die Zellen voneinander isolieren, doch ist die Hitzeentwicklung meist zu stark.

Allein der Bestandteil Lithium an einer modernen Lithiumionen-Batterie ist wie alle Alkalimetalle zum Beispiel Natrium gefährlich. Das Leichtmetall ist extrem reaktiv entflammt bereits bei Raumtemperatur und reagiert mit Wasser unter Wärmeabgabe. Lithiumbrände sind praktisch nicht lösbar. Der Kontakt mit Lithium führt zu schweren Verletzungen.

Mit Wasser zu löschen ist da keine besonders gute Idee. Reichen für das Löschen eines normalen Verbrennerautos 300 bsi 500 Liter Löschwasser, so werden bei einem Elektroauto 10-15.000 Liter Löschwasser benötigt. Dabei entstehen gefährliche Stoffe vor allem Flusssäure.

Die Frage, wohin mit dem Löschwasser bei Elektroautobränden ist ungeklärt. Im Dezember 2019 hat die eidgenössische Materialprüfung und Forschungsanstalt EMPA im Versuchsstollen Hagenbach in spektakulären Versuchen Autobatterien unter verschiedenen Bedingungen abgebrannt. Sie wollte wissen, wie giftig ist der freiwerdende Rauch und wie toxisch sind die Rußablagerungen an den Wänden und auch auf den Anzügen der Feuerwehrleuten. Ergebnis: vor allem das Löschwasser ist ein großes Problem.

Deswegen sollen Fahrzeugwracks von E-Autos in Wasserbecken oder Löschcontainern aufbewahrt werden. Die entziehen dem Akku so viel Wärme, dass dieser sich nicht weiter erhitzt.

Projektleiter Lars Derek Mellert von der Firma Amstein + Walthert Progress AG: »Wir haben bei unserem Experiment vor allem auch an private und öffentliche Betreiber von kleinen und grossen Tiefgaragen oder Parkhäusern gedacht. All diese bereits bestehenden unterirdischen Bauten werden immer häufiger auch von Elektroautos benutzt. Und die Betreiber stellen sich die Frage: Was tun, wenn solch ein Auto Feuer fängt? Welche gesundheitlichen Gefahren entstehen für meine Beschäftigten? Welche Effekte hat solch ein Brand auf den Betrieb meiner Anlage?«

Nach einem Brand in einer Tiefgarage empfehlen die Spezialisten eine Reinigung von Spezialisten mit Schutzausrüstung, denn im Ruß sind viele Schwermetalle enthalten darunter Kobalt-, Nickel- und Manganoxid.

Brennende Akkus stoppten sogar schon eine komplette Motorsportweltmeisterschaft. Auf dem Circuito de Jerez in Spanien fanden im März 2019 MotoE-Testfahrten statt. Über Nacht hingen die teuren und wertvollen Renn-Elektro-Motorräder in einer von allen Teams benutzen Halle an den Ladestationen. Die Batterien der elektrischen Hochleistungsmotorräder sollten kräftig mit Strom vollgepumpt werden. Gegen 0.15 Uhr fing eine der Ladestationen Feuer. Das griff im Nu auf alle Hightech-Bikes über, sie brannten ab. Die Werkstatt wurde zerstört mit sämtlichen Einzelteilen, vor allem Werkzeuge und Laptops mit wichtigen Daten, die rennentscheidend sein können. Verletzt wurde niemand. Doch die Fahrer hatten nichts mehr, womit sie hätten fahren können.

In Zukunft sollen Flugtaxis elektrisch angetrieben werden. Diese fliegenden Hubschrauber mit acht oder mehr Elektromotoren müssen mit Batterien vollgestopft sein, damit die Energie für ein paar Minuten Flugzeit ausreicht. Viel Geld wird derzeit für die Entwicklung ausgegeben.

Die sollen autonom fliegen, also die Fluggäste ohne Pilot durch die Städte bringen. Die Piloten wissen sicherlich, warum sie nicht einsteigen. Gerade ist eines bei einem Testflug abgestürzt.

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